Wie von Bose gewohnt ist der SoundLink III hervorragend verarbeitet. Das Gehäuse besteht aus lackiertem Metall, das oben und unten von grauem Kunststoff eingerahmt wird. An der Frontseite der Box zeigen dezent leuchtende LEDs den Betriebsstatus an, die Bedienelemente sind an der Oberseite des Speakers übersichtlich angeordnet. Sie reagieren schnell und präzise auf Druck und sind so nahtlos in das Gehäuse integriert, so dass weder Schmutz noch Spritzwasser einen Weg finden dürften, in das Gerät einzudringen. Wer seinen Speaker farblich etwas aufpeppen möchte, kann dies mit den optional erhältlichen Abdeckungen aus Kunstleder. Sie gibt es in den Farben Blau, Grau, Orange, Pink und Grün.
Das schicke Design des Soundlink III
Mobilität
Mit einer Breite von etwa 25 Zentimetern und einer Höhe von etwa 13 Zentimetern misst der SoundLink in etwa so viel wie ein dickes gebundenes Buch und hat mit rund 1,3 Kilogramm auch ein vergleichbares Gewicht. Einfach in die Hosentasche stecken lässt sich die Box also nicht. Der SoundLink ist zwar robust gebaut, aufgrund seiner schmalen, hohen Bauweise steht er allerdings nicht allzu fest und kippt auf unebenem Boden leicht um. Für den Außeneinsatz ist er also nur bedingt geeignet.
Der eingebaute Akku sorgt für eine extralange Laufzeit von rund 15 Stunden- das ist rund doppelt so lang wie etwa beim vergleichbaren Speaker 2go von Loewe - und kann über das mitgelieferte Netzteil in etwa drei Stunden aufgeladen werden. Ein Aufladen des Speakers über ein USB-Kabel ist leider nicht möglich, auch bietet der SoundLink keine Möglichkeit, ein Smartphone über ein USB-Kabel anzuschließen, das dann über den internen Akku des Speakers aufgeladen werden könnte. Das wiederum ist beim Speaker 2go problemlos möglich.
Anschlüsse und Verbindungen
Anders als der Speaker 2go von Loewe unterstützt der SoundLink III den NFC-Standard nicht, dennoch ist das Verbinden von Box und Smartphone ein Kinderspiel. Wird die Verbindung anschließend getrennt oder der Speaker ausgeschaltet, merkt sich der SoundLink die verbundenen Geräte und verbindet sich beim neuerlichen Inbetriebnehmen ganz automatisch von selbst. Auf freiem Feld reicht die Bluetooth-Verbindung des SoundLink III erstaunliche 40 Meter weit – so einen Wert haben wir bei keinem anderen Speaker gemessen. Box und Wiedergabegeräte können außerdem manuell über ein Audiokabel miteinander verbunden werden.
Bedienung
Alle Tasten zum Bedienen des SoundLink III sind übersichtlich nebeneinander an der Oberseite des Speakers angeordnet: je eine Taste für Bluetooth- beziehungsweise Line-In-Betrieb sowie drei Tasten zum Steuern der Lautstärke und zum Stummschalten (Mute).
Angesichts der Größe des SoundLink wäre hier durchaus Platz für zusätzliche Bedienfelder – aber leider zeigt sich der SoundLink bei seinen Funktionen eher spartanisch. So ist es nicht möglich, die Wiedergabefunktionen am Smartphone direkt über die Box zu steuern – die vergleichbare Big Jambox von Jawbone kann das. Außerdem verfügt der Speaker über keine Freisprechfunktion – bei eingehenden Anrufen muss also wie gewohnt über das Smartphone telefoniert werden. Sowohl die Big Jambox als auch der Speaker 2go von Bose können hingegen als Freisprecheinrichtung genutzt werden.
Klangqualität
Vier Treiber und zwei Passivstrahler sorgen im schmalen Gehäuse des SoundLink III für einen sehr guten Klang. Bose ist bekannt dafür, Speaker mit prägnanten, teilweise gar zu dominanten Bässen zu produzieren. Dabei ist es im Bereich der mobilen Bluetooth-Boxen meist eher so, dass tiefe Töne Mangelware sind – Grund hierfür ist vor allem das kompakte Gehäuse der Boxen. Viel Bass braucht viel Volumen – das gilt nicht nur für Opernsänger, sondern ebenso für Lautsprecherboxen. Folglich ist es erstaunlich, was da aus dem SoundLink III an unser Ohr dringt. Verglichen mit dem in etwa gleichgroßen und –teuren speaker 2go von Loewe ist der SoundLink ein echtes Basswunder, und auch die Big Jambox kann der Bose in Punkto Tieftöne noch überbieten. Weniger überzeugend finden allerdings wir die Wiedergabe von hohen Tönen – hier hat uns der Loewe mit seiner Klarheit und Brillanz eher überzeugen können.
Klanglich kann der Soundlink III überzeugen
Auch bei hohen Lautstärken leistet der SoundLink III hervorragende Arbeit und neigt weniger zu Verzerrungen wie etwa der kleinere SoundLink Mini. Er erlaubt hohe Maximallautstärken, die durchaus party-tauglich sind. Natürlich verliert der SoundLink III mit zunehmender Lautstärke an Klarheit und Präzision, aber in einem Maße, das völlig im Bereich des Akzeptablen liegt. Wer es lieber leise mag, liegt auch hier mit dem SoundLink richtig: selbst bei niedrigen Lautstärken entwickelt sie eine erstaunliche Dynamik, die von keinerlei Grundrauschen gestört wird.
Fazit
Schon die Tatsache, dass der SoundLink mittlerweile in die dritte Generation geht, spricht für diesen Bluetooth-Speaker von Bose. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: es sind vor allem die hochwertige Verarbeitung und der herausragende Sound mit seiner grandiosen Basswiedergabe, mit denen der Speaker punkten kann. Für den hohen Preis des SoundLink hätten wir zwar ein Mehr an Funktionen erwartet, klanglich aber ist der SoundLink III unser Favorit unter den Bluetooth-Boxen für über 200 Euro – und darauf kommt es bei einem Lautsprecher schließlich an.