Bose Soundlink III

Wie von Bose gewohnt ist der SoundLink III hervorragend verarbeitet. Das Gehäuse besteht aus lackiertem Metall, das oben und unten von grauem Kunststoff eingerahmt wird. An der Frontseite der Box zeigen dezent leuchtende LEDs den Betriebsstatus an, die Bedienelemente sind an der Oberseite des Speakers übersichtlich angeordnet. Sie reagieren schnell und präzise auf Druck und sind so nahtlos in das Gehäuse integriert, so dass weder Schmutz noch Spritzwasser einen Weg finden dürften, in das Gerät einzudringen. Wer seinen Speaker farblich etwas aufpeppen möchte, kann dies mit den optional erhältlichen Abdeckungen aus Kunstleder. Sie gibt es in den Farben Blau, Grau, Orange, Pink und Grün.

Das schicke Design des Soundlink III

Mobilität

Mit einer Breite von etwa 25 Zentimetern und einer Höhe von etwa 13 Zentimetern misst der SoundLink in etwa so viel wie ein dickes gebundenes Buch und hat mit rund 1,3 Kilogramm auch ein vergleichbares Gewicht. Einfach in die Hosentasche stecken lässt sich die Box also nicht. Der SoundLink ist zwar robust gebaut, aufgrund seiner schmalen, hohen Bauweise steht er allerdings nicht allzu fest und kippt auf unebenem Boden leicht um. Für den Außeneinsatz ist er also nur bedingt geeignet.

Der eingebaute Akku sorgt für eine extralange Laufzeit von rund 15 Stunden- das ist rund doppelt so lang wie etwa beim vergleichbaren Speaker 2go von Loewe - und kann über das mitgelieferte Netzteil  in etwa drei Stunden aufgeladen werden. Ein Aufladen des Speakers über ein USB-Kabel ist leider nicht möglich, auch bietet der SoundLink keine Möglichkeit, ein Smartphone über ein USB-Kabel anzuschließen, das dann über den internen Akku des Speakers aufgeladen werden könnte. Das wiederum ist beim Speaker 2go problemlos möglich.

Anschlüsse und Verbindungen

Anders als der Speaker 2go von Loewe unterstützt der SoundLink III den NFC-Standard nicht, dennoch ist das Verbinden von Box und Smartphone ein Kinderspiel. Wird die Verbindung anschließend getrennt oder der Speaker ausgeschaltet, merkt sich der SoundLink die verbundenen Geräte und verbindet sich beim neuerlichen Inbetriebnehmen ganz automatisch von selbst. Auf freiem Feld reicht die Bluetooth-Verbindung des SoundLink III erstaunliche 40 Meter weit – so einen Wert haben wir bei keinem anderen Speaker gemessen. Box und Wiedergabegeräte können außerdem manuell über ein Audiokabel miteinander verbunden werden.

Bedienung

Alle Tasten zum Bedienen des SoundLink III sind übersichtlich nebeneinander an der Oberseite des Speakers angeordnet: je eine Taste für Bluetooth- beziehungsweise Line-In-Betrieb sowie drei Tasten zum Steuern der Lautstärke und zum Stummschalten (Mute).



Angesichts der Größe des SoundLink wäre hier durchaus Platz für zusätzliche Bedienfelder – aber leider zeigt sich der SoundLink bei seinen Funktionen eher spartanisch. So ist es nicht möglich, die Wiedergabefunktionen am Smartphone direkt über die Box zu steuern – die vergleichbare Big Jambox von Jawbone kann das. Außerdem verfügt der Speaker über keine Freisprechfunktion – bei eingehenden Anrufen muss also wie gewohnt über das Smartphone telefoniert werden. Sowohl die Big Jambox als auch der Speaker 2go von Bose können hingegen als Freisprecheinrichtung genutzt werden.

Klangqualität

Vier Treiber und zwei Passivstrahler sorgen im schmalen Gehäuse des SoundLink III für einen sehr guten Klang. Bose ist bekannt dafür, Speaker mit prägnanten, teilweise gar zu dominanten Bässen zu produzieren. Dabei ist es im Bereich der mobilen Bluetooth-Boxen meist eher so, dass tiefe Töne Mangelware sind – Grund hierfür ist vor allem das kompakte Gehäuse der Boxen. Viel Bass braucht viel Volumen – das gilt nicht nur für Opernsänger, sondern ebenso für Lautsprecherboxen. Folglich ist es erstaunlich, was da aus dem SoundLink III an unser Ohr dringt. Verglichen mit dem in etwa gleichgroßen und –teuren speaker 2go von Loewe ist der SoundLink ein echtes Basswunder, und auch die Big Jambox kann der Bose in Punkto Tieftöne noch überbieten. Weniger überzeugend finden allerdings wir die Wiedergabe von hohen Tönen – hier hat uns der Loewe mit seiner Klarheit und Brillanz eher überzeugen können.

Klanglich kann der Soundlink III überzeugen

Auch bei hohen Lautstärken leistet der SoundLink III hervorragende Arbeit und neigt weniger zu Verzerrungen wie etwa der kleinere SoundLink Mini. Er erlaubt hohe Maximallautstärken, die durchaus party-tauglich sind. Natürlich verliert der SoundLink III mit zunehmender Lautstärke an Klarheit und Präzision, aber in einem Maße, das völlig im Bereich des Akzeptablen liegt. Wer es lieber leise mag, liegt auch hier mit dem SoundLink richtig: selbst bei niedrigen Lautstärken entwickelt sie eine erstaunliche Dynamik, die von keinerlei Grundrauschen gestört wird.

Fazit

Schon die Tatsache, dass der SoundLink mittlerweile in die dritte Generation geht, spricht für diesen Bluetooth-Speaker von Bose. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: es sind vor allem die hochwertige Verarbeitung und der herausragende Sound mit seiner grandiosen Basswiedergabe, mit denen der Speaker punkten kann. Für den hohen Preis des SoundLink hätten wir zwar ein Mehr an Funktionen erwartet, klanglich aber ist der SoundLink III unser Favorit unter den Bluetooth-Boxen für über 200 Euro – und darauf kommt es bei einem Lautsprecher schließlich an.

Jawbone Big Jambox

Die Big Jambox von Jawbone ist ein dicker Brummer, und trotz fein gestaltetem Gehäuse in etwa so filigran wie ein Ziegelstein. Erhältlich ist der Speaker in drei Designvarianten: Graphite Hex, White Wave und Red Dot. Dabei unterscheidet sich nicht nur die Farbe der Box, sondern auch die Oberflächenstruktur der Edelstahl-Umrahmung. Diese wirkt wie aus einem Guss, ist sehr gut verarbeitet und perfekt in das Gerät eingepasst. Gummifüße sorgen für einen guten und rutschfesten Stand der Box.

Die Bauform und das Muster der Big Jambox erinnern an einen Ziegelstein

An der Oberseite des Speakers sind sechs wie Piktogramme gestaltete Bedienelemente angebracht. Sie sind leicht zu bedienen und tragen durch ihre ungewöhnliche Gestaltung vor allem bei den farbenfrohen Varianten der Big Jambox zu deren poppigem Äußeren bei.

Mobilität

Die Big Jambox wiegt knapp 1,3 Kilogramm – leicht ist sie also nicht. Dafür ist sie aber robust genug für einen Außeneinsatz, wenn auch etwas anfällig für Staub und Sand, der leicht durch die Aluminiumummantelung in das Innere des Geräts eindringen kann. Kleinere Stürze oder Spritzwasser verträgt sie dafür aber umso besser.

Über ein Kabel lässt sich die Big Jambox direkt mit dem Smartphone verbinden

Der eingebaute Akku der Big Jambox wird über das mitgelieferte Netzteil oder über ein USB-Kabel aufgeladen und hat in unserem Test eine Laufzeit von über 15 Stunden erreicht – ein hervorragender Wert und rund doppelt so lang wie beim speaker 2go von Loewe. Der Ladevorgang selbst dauert bei Verwendung des Netzteils etwa drei Stunden. Leider bietet die Big Jambox keine Möglichkeit, ein Smartphone zum Laden anzuschließen, wie es beim speaker 2go der Fall ist.

Anschlüsse und Verbindung

Wird ein Smartphone erstmalig mit der Big Jambox verbunden, muss diese durch Drücken der Bluetooth-Taste in den Pairing-Modus versetzt werden. Ein in der Vergangenheit bereits einmal gekoppeltes Smartphone wird allerdings automatisch erkannt. NFC (Near Field Communication), ein Standard, mit dem Verbinden noch leichter gemacht wird, unterstützt die Box, anders als der speaker 2go, nicht – das Koppeln via Bluetooth funktioniert aber auch so einfach und problemlos. Die Bluetooth-Verbindung reicht im Freien rund zehn Meter weit – ein eher unterdurchschnittlicher Wert. So schafft der vergleichbare SoundLink III von Bose hier satte 40 Meter!

Bedienung

Über die wie Piktogramme gestalteten Tasten an der Oberseite der Box können die Wiedergabefunktionen des via Bluetooth gekoppelten Smartphone gesteuert werden: Wiedergabe und Pause, Vor und Zurück sowie Laut und Leiser. Dies funktioniert sowohl bei Androidphones als auch beim iPhone hervorragend und ist in der Praxis äußerst nützlich – ein Alleinstellungsmerkmal der Big Jambox in dieser Preisklasse. Die Big Jambox kann auch als Freisprecheinrichtung verwendet werden, sofern sie mit einem Smartphone über Bluetooth gekoppelt ist. Das unterscheidet sie von vom SoundLink III von Bose, der über diese Funktion nicht verfügt. Eingehende Anrufe können über die Multifunktionstaste angenommen werden, ein eingebautes Mikrofon sorgt für akzeptable Sprachqualität

Wer sich die kostenlose Jawbone-App herunterlädt, kann auf weitere Funktionen der Big Jambox zugreifen. So lässt sich die Ansagesprache ändern, der Akkustand wird in Prozent genau angezeigt und es können Wiedergabelisten erstellt werden. Das sind nette, aber nicht unbedingt essentielle Zusatzfeatures, zumal man sich vor Benutzung der App überflüssigerweise mit seiner Emailadresse bei Jawbone registrieren muss.

Installation und Benutzeroberfläche der Jawbone App

Klangqualität

Im Klangtest ist natürlich interessant, wie sich die Big Jambox im direkten Vergleich mit ihrem kleinen Geschwisterlein, der klassischen Jambox, schlägt. Wie erwartet, wirkt sich das deutlich größere Volumen der Big Jambox (sie ist rund viermal so groß) vor allem auf die Bassleistung aus. Tiefe Töne werden gut und kraftvoll dargestellt, die Musik dringt klar und nuancenreich aus der Box. Auch im Vergleich mit den anderen von uns getesteten Boxen in der Preisklasse von über 200 Euro schlägt sie sich gut: zwar kann uns die Bassleistung nicht so überzeugen wie beim SoundLink III von Bose, verglichen mit dem Speaker 2go von Loewe aber ist die Jambox klanglich unser Favorit.

Auch bei maximaler Lautstärke überzeugt der Speaker: mit der Big Jambox lässt sich eine kleinere Party locker beschallen. Erst bei extremen Lautstärken verzerrt der Sound und beginnt die Box zu vibrieren. Bis dahin allerdings kann die Big Jambox mit gutem Gewissen auch mal etwas lauter gestellt werden – der Sound bleibt gut. Schwer tut sich die Box hingegen mit leiser Musik: hier stört im Bluetooth-Betrieb ein deutlich vernehmbares Grundrauschen den Musikgenuss, ein Problem, das wir etwa beim SoundLink III nicht hatten.

Wer am Sound seiner Big Jambox tüfteln möchte, kann die Funktion Live Audio durch gleichzeitiges Drücken der beiden Lautstärketasten aktivieren. Der Hersteller verspricht ‚eine unglaubliche Tiefe und Detailreichtum‘. Dieser Surround-artige Sound ist allerdings, wie wir finden, Geschmackssache und trägt nicht zwangsläufig zu einer besseren Klangqualität bei.

Fazit

Die Big Jambox von Jawbone ist zwar alles andere als handlich, dafür liefert sie solide Qualität. Die Box ist gut verarbeitet und trotz ihres Gewichts für den Außeneinsatz geeignet. Die Bedienung erwies sich im Test als einfach und praktikabel, und auch der Sound konnte mit kräftigen Bässen überzeugen, auch wenn er nicht ganz an den SoundLink III von Bose heranreicht. Praktisch ist die eingebaute Freisprechfunktion, schade hingegen die Tatsache, dass sich ein Smartphone nicht über die Box laden lässt.

Jabra Solemate

Vom Design her erinnert die Jabra Solemate an einen abstrakt geformten Turnschuh. Die Unterseite der Box besteht aus widerstandsfähigem Gummi, das wie eine Schuhsohle gestaltet ist, mit einem Profil, das einen rutschfesten und sicheren Stand garantiert. In der Sohle raffiniert verstaut ist ein Audiokabel, das wie ein Schnürsenkel aussieht, und eine Stoffschlaufe an der Seite der Box komplettiert schließlich das Turnschuh-Konzept. Erhältlich ist die Solemate in 6 Farben: schwarz, blau, rot, weiß, gelb und grau.

Die sohlenartige Unterseite und die Stoffschlaufe erinnern an einen weißen Sportschuh

Während Sohle und Oberseite der Solemate aus solidem Gummi gefertigt sind, besteht das Lautsprechergitter aus lackiertem Metall. Die drei Bedienelemente zur Steuerung aller wichtigen Funktionen sind nahtlos in die Oberseite der Box eingelassen und reagieren sehr schnell und präzise auf Druck. Die Box übersteht nicht nur Stürze unbeschadet, auch Spritzwasser kann ihr nichts anhaben und Staub und Schmutz finden keinen Weg, in das Innere des Speakers einzudringen. Kurz: die Box ist hervorragend verarbeitet.

Mobilität

Das Turnschuh-Design verrät es bereits: die Solemate ist für den Outdoor-Einsatz gedacht. Mit ihrer Größe von etwa 17 mal 7 Zentimetern und einem Gewicht von 600 Gramm ist die Box zwar etwas zu wuchtig, um einfach so in die Tasche gesteckt zu werden – dafür liegt ihr aber eine Tragetasche bei, die sie auch zusätzlich gegen Schmutz schützt.

Die kompakte Bauform der Solemate

Der eingebaute Akku sorgt nach rund dreistündigem Laden über ein USB-Kabel oder mit dem beigelegten Netzteil für eine nur durchschnittliche Laufzeit von rund zehn Stunden – der vergleichbare UE Boom etwa bringt es auf volle 15 Stunden.

Anschlüsse und Verbindung

In der Sohle der Box gut und sicher versteckt befindet sich ein 3,5mm-Audiokabel, mit dem sich die Solemate mit beinahe jedem Audiogerät verbinden lässt.

An der Unterseite versteckt sich ein 3,5mm-Audiokabel

Für die meisten Nutzer interessanter ist aber wohl die Bluetooth-Konnektivität der Box. Nach dem Einschalten muss der Einschalthebel für wenige Sekunden nach oben geschoben werden, schon ist die Box bereit für das Verbinden mit Bluetooth-fähigen Geräten wie etwa Smartphones oder Tablets. In unserem Test hat dies mit diversen Endgeräten einwandfrei geklappt. Die Bluetooth-Verbindung reicht bei ungehinderter Übertragung satte 35 Meter weit – Rekord unter den von uns getesteten Boxen dieser Preisklasse. Den Nahfunkstandard NFC (Near Field Communication) zum automatischen Aufbau einer Bluetooth-Verbindung unterstützt die Jabra Solemate, anders als der vergleichbare UE Boom, hingegen nicht.

Bedienung

Die Lautstärke der Solemate wird über zwei Tasten an der Oberseite der Box geregelt. Sie reagieren gut auf Druck und erlauben eine stufenlose Einstellung der Lautstärke.

Eine weitere Taste ist mit diversen Funktionen belegt: Bei normalem Betrieb kurz gedrückt, verkündet eine Ansage den Akkustatus der Box. Diese Multifunktionstaste dient aber vor allem der Steuerung der Freisprechfunktion, die in die Solemate integriert ist, hervorragend funktioniert und eine gute Sprachqualität bietet. Eine Besonderheit der Solemate ist die Möglichkeit, die zuletzt mit dem Smartphone gewählte Nummer direkt durch Drücken der Multifunktionstaste an der Box anzuwählen und anzurufen. Leider ist es aber nicht möglich, über die Solemate direkt auf andere Wiedergabefunktionen des Smartphones zuzugreifen: Funktionen wie Play/Pause oder Vor/Zurück müssen also wie gewohnt direkt am Audiogerät gesteuert werden.

Klangqualität

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint: die Jabra Solemate hat eine Vorder- und eine Rückseite. Sie muss also richtig herum aufgestellt werden, um ihr volles Soundpotential erreichen zu können – dann aber kann sie klanglich absolut überzeugen. Es ist erstaunlich, welchen Druck und welche Dynamik der kleine Speaker entwickelt. Die Bässe der Solemate sind eindrucksvoll, wenn auch nicht ganz so kraftvoll wie etwa beim vergleichbaren SoundLink Mini von Bose. Verglichen aber mit der in der gleichen Preisklasse liegenden Jambox von Jawbone und dem JBL Charge entwickelt die Solemate überzeugende Tieftöne.

Nicht mäkeln lässt sich außerdem über die kristallklaren Höhen, so dass sich ein gutes Gesamtklangbild ergibt. Dies gilt vor allem für geringe und mittlere Lautstärken. Zwar lässt sich die Solemate laut genug aufdrehen, um auch größere Räume oder kleinere Partys zu beschallen, mit zunehmender Lautstärke aber verwässert der Sound. Die Höhen übersteuern merklich, und die Bässe produzieren ein unangenehmes Vibrieren – der UE Boom beispielsweise zeigte sich da in unserem Test deutlich partytauglicher. Insgesamt aber überzeugt uns die Klangqualität der Solemate: für einen Speaker ihrer Klasse liefert sie einen hervorragenden Sound.

Größenvergleich zum Soundlink Mini und Creative D100

Unser Fazit

Das Design der Solemate ist nicht nur modern, sondern dank diverser Details auch clever durchdacht und ganz auf einen Outdoor-Betrieb ausgerichtet. Die Solemate macht (fast) alles mit und liefert noch dazu einen wirklich guten Sound, auch wenn sie dem Spitzenreiter von Bose, dem SoundLink Mini, und auch dem UE Boom, nicht ganz das Wasser reichen kann. Dafür aber kann die Solemate nicht zuletzt mit einer ausgeklügelten Freisprechfunktion überzeugen, die so leider nur die wenigsten Boxen bieten.

Logitech UE Boom

Das Design des UE Boom ist preisgekrönt: 2014 wurde der Speaker mit dem renommierten iF product design award in Gold ausgezeichnet. Die runde, schlanke Box hat in etwa die Form und Größe einer Halbliter-Bierdose und besteht aus einem stoffummantelten, beschichteten Korpus, Absetzungen aus Gummi bieten Platz für die Bedienelemente und die Anschlüsse und sorgen für einen rutschfesten Stand. Auch die die Verarbeitung ist einwandfrei. Erhältlich ist der UE Boom in fünf Farbvarianten: schwarz, weiß, blau/weiß, grün/blau sowie rot/weiß.

Mobilität

Der UE Boom wiegt gut 500 Gramm und ist mit einer Länge von rund 18 Zentimetern etwas zu sperrig, um in die Hosentasche zu passen, in der Jackentasche findet er aber dank seines schlanken Designs gut Platz. Die Box ist schmutzabweisend, bedingt durch seine hohe, schlanke Form kippt der UE Boom allerdings vor allem auf unebenem Untergrund leicht um. Stöße machen ihm zwar nichts aus, wem ein stabiler Stand dennoch wichtig ist, der kann die Box auf ein handelsübliches Kamerastativ oder einen Tripod schrauben – an der Unterseite der Boom befindet sich hierfür ein kleines Gewinde.

Der flaschenartige Lautsprecher bietet 360-Grad-Sound

Der eingebaute Akku sorgt für eine extralange Laufzeit des Boom von etwa 15 Stunden – das ist länger als bei jeder anderen Box dieser Preisklasse. Aufgeladen wird er in rund 4 Stunden über ein USB-Kabel und dank mitgeliefertem Netzstecker auch an jeder Steckdose. Eine Möglichkeit, sein Smartphone über den Akku des UE Boom zu laden, bietet der Speaker, anders als etwa der JBL Charge, hingegen nicht.

Anschlüsse und Verbindung

Nach dem Einschalten meldet sich der UE Boom mit einem kurzen Trommelwirbel zur Arbeit und schaltet automatisch in den Pairing-Modus, so dass er von Smartphones und Tablets sofort erkannt werden kann. In unserem Test hat dies auch perfekt funktioniert. Wird die Box aus- und später wieder eingeschaltet, verbindet sie sich automatisch mit dem zuletzt gekoppelten Abspielgerät. Der Boom unterstützt außerdem als einziges Gerät dieser Preisklasse den Nahfunkstandard NFC, der ein fast automatisches Koppeln von Box und Smartphone ermöglicht. Die Bluetooth-Verbindung hat in unserem Test ganze 32 Meter weit gereicht – nur die Jabra Solemate konnte diesen Wert noch etwas toppen. Wer will, kann den UE Boom außerdem über ein normales 3,5mm-Kabel manuell mit einem Abspielgerät verbinden.

Bedienung

Wenn die Box und ein Smartphone über Bluetooth miteinander verbunden sind, wird der UE Boom zur Freisprecheinrichtung. Die Sprachqualität ist dabei überraschend gut. Anders als bei fast allen anderen Bluetooth-Speakern, muss das Gespräch allerdings direkt am Smartphone angenommen und beendet werden. Über die Box selbst ist dies nicht möglich, außerdem kann nicht auf die Wiedergabefunktionen am Smartphone zugegriffen werden.

Dafür bietet der UE Boom über eine kostenlos erhältliche App einige interessante Zusatzfunktionen, wie etwa einen Wecker, der zur eingestellten Uhrzeit mit der Wunschmusik weckt. Die App zeigt außerdem den Akkustand der Box präzise an und erlaubt es, zwei Boom-Boxen miteinander zu verbinden. So lässt sich echter Stereo-Sound herstellen.

Klangqualität

Der UE Boom verspricht einen 360-Grad-Klang, der das ganze Zimmer beschallt. Das macht besonders Sinn im Bereich der mittleren und hohen Töne, die – anders als Bässe – in Richtung des Hörers abstrahlen sollten, um einen guten Klang zu gewährleisten. Und hier macht der UE Boom seine Sache wirklich richtig gut: er kann mitten auf einem Tisch platziert werden und erreicht doch alle Hörer im Zimmer. Die Wiedergabe von tiefen Tönen gelingt dem UE Boom ebenfalls ganz ordentlich, eine Basswiedergabe wie beispielsweise der etwa gleichgroße SoundLink Mini von Bose schafft die Box allerdings nicht. Alles in allem ergibt sich aber dennoch ein rundes, ausgeglichenes Klangbild, wie es preislich vergleichbare Boxen wir die Jambox von Jawbone oder der JBL Charge nicht erreichen.

Über die UE Boom App stehen außerdem vier verschiedene Wiedergabemodi zur Auswahl. Als Standard ist die Option ‚laut Hören‘ voreingestellt. Sie erlaubt es, die Box maximal laut aufzudrehen. So lassen sich sehr hohe Lautstärken erreichen, die durchaus partytauglich sind und erst bei Betrieb auf Maximallautstärke verzerren, bis dahin aber ein gutes Soundbild liefern. Über die Option ‚Bassverstärkung‘ lassen sich die tiefen Töne verstärken – eine effektive Möglichkeit, um der Box mehr Bass-Power zu entlocken. Die Option ‚Intim‘ ist besonders für kleinere Räume geeignet und sorgt auch bei geringen Lautstärken für einen dynamischen Sound, und über die Einstellung ‚Stimme‘ wird die Klangwiedergabe speziell für Hörbücher optimiert.

Fazit

In unserem Test hat sich der UE Boom als perfekter Allrounder gezeigt. Ob daheim oder beim Einsatz im Freien, die Box ist überall gleichermaßen zu Hause. In den eigenen vier Wänden lassen sich mit ihr auch größere Partys gut beschallen, unterwegs kann sie mit ihrer Outdoor-tauglichen Verarbeitung punkten. Auch die Klangqualität kann überzeugen. Der 360-Grad-Sound macht, was er soll: den ganzen Raum mit Klang füllen. Der Bass ist zwar nicht überragend, kann aber mit Hilfe der App auf ein gutes Niveau gehoben werden. So ist der UE Boom gleich nach dem SoundLink Mini von Bose in Sachen Klangqualität unser Favorit unter den Boxen für unter 200 Euro.

August MS 425

Optisch erinnert der MS425 an ein Kameraobjektiv: Der runde Speaker hat einen Durchmesser von knapp 6 Zentimetern und ist in etwa ebenso hoch.  Lautsprechergitter und ein Großteil des Gehäuses sind aus Aluminium gefertigt, lediglich die obere Einfassung und der Sockel, in dem auch die Bedienelemente integriert sind, bestehen aus Kunststoff. Erhältlich ist der MS425 in den fünf Farbvarianten Pink, Rot, Blau, Silber und Schwarz. Insgesamt ist das Gerät gut verarbeitet, wirkt dabei zwar mehr bodenständig denn edel, dennoch weitaus hochwertiger als etwa der preislich vergleichbare EasyAcc Olive.

Das kompakte Design des August MS 425

Mobilität

Der MS425 ist klein und handlich, er lässt sich locker mit einer Hand umfassen und sogar in jede Hosentasche stecken. Unter den von uns getesteten Bluetooth-Speakern ist er eindeutig der kompakteste und somit optimal dazu geeignet, mit ins Freie genommen zu werden, zumal er aufgrund seiner guten Verarbeitung auch nicht mit Samthandschuhen angefasst werden muss.

Aufgeladen wird der eingebaute Akku des MS425 in rund 4,5 Stunden über den USB-Anschluss im Sockel des Geräts. Der Hersteller verspricht eine Akkulaufzeit von rund fünf Stunden – eigentlich nicht viel (zum Vergleich: die Mobile Boombox von UE bietet rund 10 Stunden Musikgenuss). In unserem Test hat der August MS425 diese Spieldauer jedoch nicht nur locker erreicht, sondern fast verdoppeln können. Eine reife Leistung!

Verbindung

Die Verbindung des MS425 mit einem Smartphone funktionierte in unserem Test einwandfrei. Kaum eingeschaltet, hat der Speaker auch schon den Bluetooth-Modus aktiviert und konnte vom Handy gefunden werden.

Rund acht Meter reicht die Bluetooth-Verbindung

Laut Hersteller wird die Bluetooth-Verbindung bis zu einer Entfernung von zehn Metern aufrechterhalten. Unser Test im Freien hat aber eine Reichweite von lediglich etwa acht Metern ergeben und unter normalen Einsatzbedingungen in einer Wohnung reduziert sich die maximal mögliche Reichweite noch weiter. In dieser Preisklasse schaffen andere Speaker bessere Werte: die Bluetooth-Reichweite der UE Mobile Boombox liegt bei rund 15 Metern, und der günstige Creative D100 kommt sogar auf etwa 20 Meter. Über NFC (Near Field Communication) zur noch einfacheren Bluetooth-Kopplung verfügt der MS425 nicht, dafür kann er manuell über ein Audiokabel mit jedem beliebigen Wiedergabegerät verbunden werden.

Bedienung

Etwas versteckt liegt der Schalter zum Ein- und Ausschalten des MS425 in seinem Sockel an der Unterseite. Einmal betätigt, meldet sich der Speaker mit mehrmaligem Piepsen und einer hektisch blinkenden LED zum Dienst.

Die Bedienung erfolgt über drei Tasten an der Gehäuse-Vorderseite

Die Bedienung des MS425 gestaltet sich äußerst einfach. Über drei Bedienelemente lässt sich die Wiedergabe der von einer Audioquelle gestreamten Musik steuern (Play/Pause sowie vor/zurück). Über die Play-Taste lässt sich noch eine weitere Funktion des MS425 anwählen: der kleine Speaker dient nämlich auch als Freisprecheinrichtung. In unserem Praxistest mit einem Android-Phone hat das gut funktioniert, für gute Sprachqualität muss man jedoch sehr nah an das Mikrofon heran, sonst versteht einen der Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung nur schwer.

Klangqualität

Das A und O eines Bluetooth-Speakers ist zweifelsohne sein Sound. Hier waren wir am meisten gespannt, was uns der kleine und günstige MS425 von August bieten kann. Vor allem in Punkto Basswiedergabe hat uns der August enttäuscht – zwar benötigt ein kräftiger Bass einiges an Volumen, doch die ebenso kompakte Mobile Boombox von UE schafft hier deutlich mehr als der MS425. Ansonsten aber bietet der Speaker von August einen durchaus soliden Klang, vor allem in den hohen Tönen arbeiten die eingebauten Breitbandlautsprecher gut.  Anspruchsvollere Hörer, etwa von Jazz oder Klassik, werden allerdings nicht viel mit der kleinen Box anzufangen wissen – sie erreicht schlicht und einfach nicht dieses hohe Klangniveau.

Kompaktes, handliches Format

Die maximale Lautstärke des August MS425 ist hoch – er lässt sich wirklich sehr laut aufdrehen. Allerdings neigt er bei zunehmender Lautstärke schnell zum Verzerren, und auch der Bass beginnt, unangenehm zu rumpeln. Diese Probleme kennt etwa die Mobile Boombox nicht. Eine größere Party sollte man mit dem MS425 von August also nicht beschallen – aber dazu ist der Soundzwerg auch wohl kaum gedacht. Bedingt durch seine Bauform besitzt der August MS425 einen Nachteil: er strahlt den Sound immer nach oben ab, also tendenziell eher weg vom Hörer. Das ist vor allem im Bereich der Hochtöne sehr ungünstig.

Unser Fazit

Mit dem MS425 von August erhält man viel Leistung für wenig Geld. Punkten kann der Speaker mit seiner einfachen Bedienung und einer guten Akkuleistung. Der Sound lässt etwas zu wünschen übrig, ist für eine 20-Euro-Box jedoch durchaus akzeptabel und weitaus besser als beim preislich vergleichbaren Easy Acc Olive, auch wenn der Spitzensound der UE Mobile Boombox nicht erreicht wird. Wer nicht viel Geld ausgeben möchte und eine Bluetooth-Box für Einsteiger sucht, kann mit dem MS425 nicht viel falsch machen.

Jawbone Jambox

Oben und unten weicher, gummierter Kunststoff, dazwischen ein Lautsprechergitter aus Metall: die Jambox präsentiert sich im Sandwich-Look. Erhältlich ist sie in vier Farbvarianten (rot, grau, blau und schwarz), sowie als individuell zusammenstellbare Limited Edition. Die Verarbeitung der Jambox ist hervorragend, vor allem der Übergang zwischen den verwendeten Materialien ist makellos gefertigt. Die Bedienelemente und Anschlüsse sind perfekt in die Aussparungen eingepasst und lassen keinen Platz, in den Staub und Schmutz eindringen könnten.

Das gummierte Design der Jambox

Mobilität

Mit ihren kompakten Maßen und ihrem Gewicht von etwa 350 Gramm ist die Jambox dafür gemacht, mit nach draußen genommen zu werden – sie ist die kompakteste Bluetooth-Box ihrer Klasse in unserem Test. Spritzwasser kann ihr nichts anhaben, und auch ein Sturz aus zwei Metern Höhe wird gut abgefedert. Der Jambox liegt außerdem eine edle Hülle bei, die sie zuverlässig gegen Schmutz schützt.

Aufgeladen wird die Jambox über das beigelegte USB-Kabel, dank mitgeliefertem Netzteil ist das Laden auch über eine Steckdose möglich. Die Ladedauer beträgt etwa drei Stunden, anschließend hält der Akku laut Hersteller rund zehn Stunden durch – in unserem Test hat die Jambox allerdings erst nach etwa 15 Stunden Dauerbetrieb schlapp gemacht – später als die meisten anderen vergleichbaren Boxen. Über einen USB-Ausgang, mit dem sich etwa Smartphones über den Akku der Box aufladen lassen können, verfügt die Jambox, anders als der preislich vergleichbare JBL Charge, nicht.

Anschlüsse und Verbindungen

Über einen Line-In-Eingang kann die Jambox über das mitgelieferte Audiokabel mit nahezu jedem Abspielgerät manuell verbunden werden. Auch wenn die Jambox den NFC-Standard (Near Field Communication), anders als zum Beispiel der UE Boom, nicht unterstützt, ist das Verbinden via Bluetooth dennoch denkbar einfach. Nach dem Einschalten befindet sich die Box bereits im Pairing-Modus und kann so vom Smartphone gefunden werden. Einmal gekoppelt, finden sich Box und Phone auch später, bei jedem erneuten Einschalten der Box, sofort automatisch wieder. Die Reichweite der Bluetooth-Verbindung liegt im Freien bei rund elf Metern – nicht überragend, schaffen die vergleichbare Jabra Solemate und der UE Boom Werte von über 30 Metern.

Bedienung

An der Oberseite der Jambox befinden sich drei Bedienelemente, zwei davon dienen der Lautstärkeregelung. Bei Betrieb via Bluetooth quittieren diese Tasten jede Lautstärkeänderung mit einem Piepsen – je höher die Lautstärke, desto lauter und nerviger der Signalton. Die dritte, kreisrund gestaltete Taste, hat mehrere Funktionen. Zum einen dient sie dem Annehmen von eingehenden Telefonanrufen – die Jambox wird nämlich, sofern ein Smartphone via Bluetooth mit ihr verbunden ist, auch zur Freisprecheinrichtung. Die Sprachqualität, die das eingebaute Mikrofon liefert, ist dabei durchaus in Ordnung.

Größenvergleich mit Speaker2go und Soundlink Mini

Eine weitere Funktion der runden Multifunktionstaste ist das Ansagen des Akkustands: einmal gedrückt, verkündet die Box, wie voll der Akku in etwa noch ist. Wer genauere Angaben über den Akkustand möchte, kann sich die kostenlose Jawbone-App auf sein Smartphone herunterladen. Über die App lassen außerdem Wiedergabelisten erstellen. Wie bei allen anderen Boxen dieser Preisklasse, lassen sich die Wiedergabefunktionen des Abspielgeräts leider nicht direkt an der Box steuern.

Klangqualität

Befindet sich die Jambox im Bluetooth-Modus, dringt zuallererst ein leises Grundrauschen aus den Lautsprechern. Bei normallauter Musik ist das nicht weiter störend, für empfindliche Ohren jedoch, vor allem bei leisen Passagen, stets zu hören – ein Problem, das etwa der SoundLink Mini von Bose nicht kennt.

Klanglich in Ordnung, aber geringe Maximallautstärke

Ansonsten ist die Klangqualität der Jambox für einen Speaker von solch kompakten Ausmaßen durchaus in Ordnung – vor allem Höhen werden sehr gut wiedergegeben. Woran es der Jambox allerdings mangelt, sind Bässe. Das zeigt nicht zuletzt der Vergleich mit dem etwa gleich großen SoundLink Mini oder dem UE Boom – hier wummert es aus dem Gehäuse, während sich die Jambox doch etwas schwachbrüstig zeigt. Auch bei höheren Lautstärken bleibt der Sound stets klar, Verzerrungen treten nicht auf und der Bass macht ruhig seine Arbeit, ohne zu Vibrieren zu beginnen. Enttäuschend hingegen ist die geringe Maximallautstärke, die die Box erreicht. Hier wäre durchaus noch Raum nach oben gewesen – wirklich partytauglich ist die Jambox somit, anders als etwa der JBL Charge oder der UE Boom, nicht.

Durch gleichzeitiges Drücken der beiden Lautstärketasten lässt sich der Wiedergabemodus ‚Live Audio‘ aktivieren – vorausgesetzt, man hat zuvor das entsprechende Update von der Jawbone-Seite heruntergeladen und auf der Jambox installiert. Live Audio verspricht ein dreidimensionales Klangerleben – tatsächlich wirkt der Klang räumlicher und direkter. Allerdings verringert sich durch Live Audio  die maximal mögliche Lautstärke der Box merklich, so dass dieser Soundmodus seine Wirkung nur beschränkt entfalten kann.

Größenvergleich mit Soundlink Mini und Speaker2go

Unser Fazit

Klein, solide und schick designt: so präsentiert sich die Jambox von Jawbone. Trotz ihrer kompakten Maße liefert sie einen guten Sound mit akzeptabler Basswiedergabe, auch wenn sie klangtechnisch nicht an den SoundLink Mini von Bose oder den UE Boom heranreicht. Auch über kleinere Ärgernisse – wie die geringe Maximallautstärke und nervige Signaltöne – kann durchaus hinweggesehen werden, denn Musikhören mit der Jambox macht einfach Spaß, und das nicht nur zuhause – auch unterwegs ist die Jambox ein zuverlässiger Begleiter. Ihren Ruf als Klassiker hat sie sich zu Recht erworben.

UE mobile Boombox

Kompakt, rechteckig, mit sanft abgerundeten Kanten – so präsentiert sich die Mobile Boombox. Die Lautsprechergitter an Front- und Rückseite sind aus lackiertem Metall gefertigt, der restliche Korpus besteht aus stabilem Kunststoff mit einem Überzug aus Gummi. Das fühlt sich nicht nur gut an und schmeichelt der Hand, sondern sorgt auch für einen stabilen und rutschfesten Stand. Die Bedienelemente sind fest in die Gummioberseite integriert, so dass ihnen Staub und Spritzwasser nichts anhaben können. Überhaupt wirkt die Mobile Boombox gut verarbeitet und wie aus einem Guss. Erhältlich ist sie in den vier Farbvarianten schwarz, schwarz/gelb, weiß und weiß/blau.

Die gummierte Oberfläche sorgt für stabilen, rutschfesten Halt

Mobilität

Eine Box, die das Adjektiv ‚mobil‘ im Namen trägt, ist natürlich für den Außeneinsatz gedacht. Dafür spricht neben der guten Verarbeitung vor allem die kompakte Größe der Box – sie ist kaum größer als zwei Zigarettenschachteln und lässt sich in jede Jackentasche stecken. Kleiner ist unter den von uns getesteten Geräten nur der MS425 von August. Die Mobile Boombox steht auch auf unebenem Boden sicher und kann Stöße und Stürze gut verkraften.

Der Akku der Boombox wird über ein USB-Kabel geladen, das dank beigelegtem Netzteil auch an jede Steckdose angeschlossen werden kann. Der Akku ist in etwa drei Stunden aufgeladen und hat in unserem Test rund 12 Stunden durchgehalten – länger als bei allen anderen von uns getesteten Boxen für unter 100 Euro.

Die Rückseite der mobilen Boombox

Anschlüsse und Verbindungen

Über ein Audiokabel kann die Mobile Boombox mit allen Wiedergabegeräten verbunden werden. Kein Kabel benötigt die Verbindung via Bluetooth, die wir in unserem Praxistest stets problemlos aufbauen konnten. Wird die Bluetooth-Verbindung getrennt und soll später wieder aufgebaut werden, finden sich Smartphone und Box aber leider nicht immer automatisch wieder. Hier besteht eindeutig Nachbesserungsbedarf, denn selbst günstige Geräte wie der MS425 von August oder der EasyAcc Olive kennen dieses Problem nicht.

Die Reichweite der Bluetooth-Verbindung liegt auf freiem Feld bei rund 15 Metern – ein sehr guter Wert, den unter den günstigen Boxen nur der D100 von Creative mit etwa 20 Metern übertroffen hat. Den Nahfunkstandard NFC (Near Field Communication) unterstützt die Mobile Boombox nicht.

Bedienung

Die Bedienung der Mobile Boombox gestaltet sich sehr einfach – was nicht zuletzt daran liegt, dass ihre Funktionen überschaubar sind. Während des Abspielens von Musik wird die Lautstärke über zwei Tasten geregelt, alle anderen Einstellungen müssen am Smartphone selbst vorgenommen werden, denn auf Wiedergabefunktionen wie Vor/Zurück und Play/Pause kann über die Box nicht zugegriffen werden. Das ist schade, zumal andere kleine Boxen wie etwa der MS425 von August oder der EasyAcc Olive dies problemlos können.

Die Bedienung erfolgt über drei Tasten an der gummierten Oberseite

Dank eines eingebauten Mikrofons dient die Mobile Boombox auch als Freisprecheinrichtung. Eingehende Anrufe können so über die Box geführt werden. Aber auch hier ist die Bedienung nicht befriedigend geregelt: zwar meldet die Box eingehende Anrufe über einen Klingelton, das Gespräch muss aber wieder am Smartphone selbst angenommen werden. Warum dies nicht über eine Taste an der Box möglich ist (wie dies bei jedem anderen Bluetooth-Speaker mit Freisprechfunktion der Fall ist), bleibt ein Rätsel. Immerhin ist die Sprachqualität beim Telefonieren über die Box in Ordnung.

Klangqualität

Kann ein kleiner, äußerst kompakter Speaker wie die Mobile Boombox einen guten Sound erzeugen? Im Falle der UE Mobile Boombox kann diese Frage mit einem klaren Ja beantwortet werden. Denn klanglich bietet die Mobile Boombox mehr als jeder andere Speaker dieser Preisklasse: satte Bässe, klare Höhen, ausgeglichene Mitten - kein Vergleich mit dem blechernen Sound des EasyAcc Olive oder dem bassschwachen MS425 von August. Vor allem in Punkto Bassleistung kann die Mobile Boombox locker mit teureren Boxen mithalten.

Nur allzu laut aufdrehen lässt sich die Boombox nicht – die Nachbarn mag das freuen, zum Beschallen einer Party reicht die Leistung des kleinen Speakers aber leider bei weitem nicht aus. Dafür droht sie aber auch nicht, bei hohen Lautstärken zu verzerren oder zu übersteuern: der Sound bleibt gleichbleibend gut, anders als bei den anderen von uns getesteten günstigen Speakern, die zwar hohe Lautstärken erlauben, dann aber auch teils extrem verzerren. Eine gute Figur macht die Boombox auch – anders als etwa der EasyAcc - bei geringen Lautstärken: das Grundrauschen der Box ist so minimal, so dass sich auch ruhige Musik bei niedriger Lautstärke störungsfrei genießen lässt.

Zum Vergleich: JBL Charge und Jawbone Jambox

Fazit

Die Mobile Boombox von UE ist der perfekte Begleiter für guten Musikgenuss unterwegs. Sie ist ultrakompakt, passt in jede Tasche und ist noch dazu robust und kann mit einer guten Akkulaufzeit punkten. Auch die Reichweite der Bluetooth-Verbindung ist überdurchschnittlich gut. Auf einige praktische Extras – wie das Zugreifen auf die Wiedergabefunktionen des Smartphones oder NFC – muss leider verzichtet werden, dafür entschädigt die Boombox mit einem für ihre Größe sehr guten, dynamischen Sound, der auch im tiefen Frequenzbereich überzeugen kann. Klanglich ist die Mobile Boombox eindeutig unser Favorit unter den Speakern für unter 100 Euro.

Bose Soundlink Mini

Der SoundLink Mini ist hochwertig verarbeitet – das merkt man schon am Gewicht der Box, die mit rund 650 Gramm nicht gerade leicht für ihre Größe ist. Verantwortlich dafür ist das robuste Gehäuse aus Aluminium. Plastik sucht man hier vergeblich. Der SoundLink Mini fühlt sich gut an, liegt schön in der Hand und vermittelt ein Gefühl von absoluter Wertigkeit. Er ist in nur einer Farbvariante erhältlich (Silber), kann allerdings mit optional erhältlichen Abdeckungen (Blau, Grau, Grün, Minze, Orange, Pink und Rot) farblich aufgepeppt werden.




Das schicke Aluminium-Design könnte von Apple stammen




Mobilität

Wer ein so hochwertiges Gerät wie den SoundLink Mini mit ins Freie nehmen möchte, will es auch schützen. Leider ist eine Schutzhülle nur separat erhältlich, noch dazu zu einem stattlichen Preis. Ansonsten ist der SoundLink Mini jedoch perfekt geeignet für den Außeneinsatz. Zugegeben, leicht ist die Box nicht, dafür passt sie dank ihrer kompakten Maße von etwa 18 x 6 Zentimetern in jede größere Jackentasche.

Der eingebaute Akku des SoundLink Mini sorgt für eine eher unterdurchschnittliche Laufzeit von sieben Stunden, der preislich vergleichbare UE Boom etwa schafft die doppelte Laufzeit. Aufgeladen wird die Box über das beigelegte Netzteil, oder – eine Besonderheit des SoundLink – über die ebenfalls mitgelieferte Ladestation. Sie ist natürlich vor allem für den stationären Einsatz zu Hause gedacht und leider etwas windig geraten, dennoch im täglichen Einsatz äußerst praktisch.

Die mitgelieferte Ladestation für den Einsatz zu Hause

Der Akkustand der Box wird über eine LED angezeigt, ein vollständiger Ladevorgang benötigt rund drei Stunden. Schade finden wir, dass der SoundLink Mini keine Möglichkeit zum USB-Laden bietet. Weder kann die Box selbst via USB aufgeladen werden (wie alle anderen vergleichbaren Modelle) noch kann ein Smartphone über die Box geladen werden (wie etwa beim JBL Charge der Fall).

Anschlüsse und Verbindungen

Der SoundLink Mini bietet zwei Möglichkeiten zum Verbinden von Audiogeräten: manuell und kabellos. Manuell kann er über ein 3,5mm-Audiokabel mit Wiedergabegeräten wie MP3-Playern verbunden werden, kabellos via Bluetooth. Den Nahfunkstandard NFC (Near Field Communication) unterstützt der SoundLink, anders als der UE Boom, hingegen nicht.

Audio-Anschluss und Lade-Buchse an der Gehäuse Seite

Das Pairen über Bluetooth funktioniert beim SoundLink Mini problemlos, bis zu sechs Endgeräte lassen sich so mit der Box verbinden. Die Bluetooth-Verbindung ist dabei äußerst stabil und hat eine Reichweite von etwa 15 Metern im Freien – durchaus in Ordnung, die Jabra Solemate aber schaffte in unserem Test rund 35 Meter, der UE Boom noch satte 32 Meter.

Bedienung

Nach dem Einschalten des SoundLink Mini wird der Bluetooth-Modus automatisch aktiviert und nach einem gekoppelten Smartphone gesucht. Nach wenigen Sekunden steht die Verbindung und Musik kann gestreamt werden.

Leider kann dabei allerdings nicht auf die Wiedergabefunktionen des Abspielgeräts zugegriffen werden, das heißt, Play/Pause und Vor/Zurück müssen am Smartphone selbst gesteuert werden, über die Box ist dies, wie auch bei den anderen vergleichbaren Geräten, nicht möglich. Dafür verfügt der SoundLink von Bose immerhin über eine Taste zum Stummschalten.

Beinahe jeder Bluetooth-Speaker von der Größe und zum Preis des SoundLink, wie die Jabra Solemate, die JBL Jambox oder der UE Boom, verfügt über eine Möglichkeit zum Freisprechen – die Box von Bose allerdings nicht.

Klangqualität

Im Klangtest präsentiert sich der SoundLink Mini als regelrechtes Soundwunder. Der kleine Speaker entwickelt eine Kraft und Dynamik, die wir ihm nicht zugetraut hätten. Vor allem in den tiefen Frequenzbereichen brilliert der Speaker: die Basswiedergabe ist enorm und den anderen von uns getesteten Boxen für unter 200 Euro eindeutig überlegen. Manch einem Hörer mögen die Bässe vielleicht sogar etwas zu dominant erscheinen, uns aber gefallen die satten Tieftöne. Auch Höhen stellt der SoundLink Mini klar und prägnant dar, so dass sich ein sauberes Gesamtbild ergibt.

Bei geringen Lautstärken überzeugt der SoundLink Mini mit einer beeindruckenden Dynamik und erzeugt auch beim Bluetooth-Streaming keinerlei Rauschen oder andere Störgeräusche. Der Speaker erreicht außerdem eine beachtliche maximale Lautstärke – ab einem gewissen Soundlevel beginnen aber  vor allem die Bässe, unangenehm zu übersteuern und die ganze Box fängt an zu vibrieren, so dass ein etwas unscharfes Soundbild entsteht. Hier hat uns etwa der UE Boom mehr überzeugt.

Insgesamt aber liefert der SoundLink Mini von Bose für eine Box seiner Größe einen hervorragenden Sound, der sich nicht nur mit Pop- und Rockmusik, sondern auch hervorragend mit Klassik verträgt. Wir finden: klangtechnisch ist der der SoundLink Mini der beste von uns getestete Speaker in seiner Preisklasse.




Größenvergleich mit dem Creative D100 und Jabra Solemate




Unser Fazit

Der SoundLink Mini ist einer der beliebtesten Bluetooth-Speaker  für unter 200 Euro – zu Recht. Vor allem ein hervorragender Sound mit einer exzellenten, in dieser Größe und Preisklasse nirgends sonst zu findenden Basswiedergabe, sprechen für den SoundLink. Äußerst praktisch finden wir die Ladestation für den Einsatz zu Hause – aber auch unterwegs macht der Speaker dank kompakter Abmessungen und einer hervorragenden Verarbeitung eine gute Figur.

Das Fehlen praktischer Features (USB-Anschluss zum Laden, Freisprechmöglichkeit, Steuerung von Wiedergabefunktionen des Smartphones) ist schade, zumal die meisten anderen vergleichbaren Speaker über diese Funktionen verfügen - wem das aber egal ist, der erhält mit dem SoundLink Mini einen hochwertigen Speaker mit grandiosem Klang.

Creative D100

Der D100 ist etwa 33 Zentimeter breit und 12 Zentimeter hoch und ebenso tief – wiegt dabei aber lediglich 1000 Gramm. Schon dieses Missverhältnis zeigt, dass die eingesetzten Materialien nicht allzu hochwertig sein können. Und so sind sowohl Design auch als Verarbeitung des D100 eher einfach gehalten. Das Gehäuse des Speakers besteht aus Kunststoff, die Lautsprecher selbst sind mit Stoff bespannt. Die verwendeten Materialien mögen zwar nicht die hochwertigsten sein, die Verarbeitung selbst ist allerdings makellos. Der Creative D100 ist in vier Farbvarianten erhältlich: ganz in schwarz sowie in einem weißen Gehäuse mit einer Lautsprecherbespannung in wahlweise blau, grün oder pink.

Das Design des Creative D100

Mobilität

Wer den D100 mit nach draußen nehmen möchte, braucht dafür schon eine eigene Tasche. Unter den Arm klemmen lässt sich der Speaker nicht. Einmal im Freien, sollte der D100 allerdings pfleglich behandelt werden – anders als die meisten anderen Bluetooth-Speaker ist er nur eingeschränkt Outdoor-tauglich. Das Plastikgehäuse wirkt, als würde es beim ersten Sturz zerbrechen, und vor allem die Lautsprecherbespannung aus Stoff ist besonders anfällig für Beschädigungen.

Die Energieversorgung unterscheidet den D100 von anderen Bluetooth-Speakern. Anstelle eines eingebauten Akkus besitzt er lediglich ein Batteriefach, das für vier handelsübliche AA-Batterien ausgelegt ist. Das hat den Vorteil, dass bei einem defekten Akku nicht das ganze Gerät ausgetauscht werden muss – ökologisch gesehen eine gute Sache.

Der Speaker wird mit 4 AA-Batterien betrieben

Verwendet man Akkus für den Betrieb des D100, so müssen diese allerdings mit einem separaten Ladegerät geladen werden – über den Speaker selbst ist das nicht möglich. Zwar liegt ihm ein Netzteil bei, das aber ist nur zum Betrieb des Speakers über eine Steckdose gedacht. Die Laufzeit des D100 hängt ganz von den eingesetzten Batterien ab – der Hersteller gibt eine maximal mögliche Spieldauer von 25 Stunden an.

Anschlüsse und Verbindung

Einfach und problemlos läuft die Koppelung von Speaker und Smartphone über Bluetooth. Wird die Verbindung getrennt, muss sie später allerdings manuell wieder hergestellt werden – automatisch funktioniert das, anders als etwa beim EasyAcc Olive oder beim August MS425, leider nicht.

Die Verbindung selbst reicht im Freien rund 20 Meter weit – mehr als bei allen anderen Boxen dieser Preisklasse -  und auch im Praxistest in geschlossenen Räumen hat sie sich als äußerst stabil erwiesen. Den NFC-Standard unterstützt der D100 – wie alle anderen vergleichbaren Geräte – nicht, er kann dafür aber mit einem normalen 3,5mm-Kabel mit allen gängigen Wiedergabegeräten verbunden werden.

Bedienung

Der D100 wird über einen kleinen Knopf an der Geräterückseite in Betrieb genommen und spielt schon wenige Sekunden nach dem Koppeln mit einem Wiedergabegerät Musik ab. Über zwei Tasten an der Frontseite wird die Lautstärke geregelt.

Dies funktioniert allerdings nur, wenn Musik über eine Bluetooth-Verbindung gestreamt wird. Ist ein Audiogerät hingegen mit einem Audiokabel mit der Box verbunden, funktionieren die Tasten nicht – die Lautstärke muss am Abspielgerät selbst geregelt werden. Das lösen alle anderen von uns getesteten Speaker besser.

Über die Box kann nicht auf Wiedergabefunktionen des Smartphones zugegriffen werden, eine Funktion zum Freisprechen besitzt  der D100 ebenfalls nicht. Das ist schade, verfügen doch die vergleichbaren Speaker von August (MS425) und EasyAcc (Olive) trotz ihres geringeren Preises über beide diese Funktionen, die Mobile Boombox von UE immerhin über eine Freisprechfunktion.

Klangqualität

Der D100 kostet rund 50 Euro. Gemessen an diesem doch sehr niedrigen Preis ist der Sound, der in den zwei Treibern des Bluetooth-Speakers erzeugt wird, durchaus in Ordnung. Zwar sind die Mitten etwas zu präsent, dennoch werden vor allem die hohen Töne klar und präzise dargestellt. Angesichts der Größe des D100 wäre jedoch Spielraum für einen kraftvolleren Bass vorhanden. Die Tieftöne sind zwar durchaus ausreichend, aber selbst die wesentlich kleinere Mobile Boombox von UE schafft hier mehr. Verglichen aber mit etwa dem EasyAcc Olive, der uns klanglich kaum überzeugen konnten, ist der D100 ein wahres Soundwunder.

Positiv auch: Bei niedrigen Lautstärken ist das Grundrauschen der Box nur minimal zu hören und stört auch bei leiser Musik kaum. Anders verhält es sich hingegen mit hohen Lautstärken. Zwar lässt sich der D100 sehr laut aufdrehen, der Sound wird allerdings schnell breiig und verliert an Klarheit und Dynamik. Vor allem die hohen Frequenzen übersteuern stark und erzeugen ein unangenehmes Scheppern. Dieses Problem haben allerdings alle von uns getesteten günstigen Speaker – wer Boxen für den Partyeinsatz sucht, muss etwas tiefer in die Tasche greifen.

Aufgrund seiner Größe ist der D100 nur bedingt für den Außeneinsatz geeignet

Fazit

Mit dem D100 erhält man einen günstigen Bluetooth-Lautsprecher, der vor allem für den Einsatz innerhalb der eigenen vier Wände geeignet ist. Aufgrund seiner Größe und seiner wenig Outdoor-tauglichen Bauweise  ist er nur bedingt für den Außeneinsatz gemacht – anders als alle anderen preislich vergleichbaren Geräte, die sich locker in die Tasche stecken lassen. Bei Funktionalität und Bedienung müssen leider ebenfalls Abstriche gemacht werden (keine Freisprecheinrichtung, kein Zugriff auf das Smartphone), der Klang des D100 hat uns aber überzeugt. Hohe Lautstärken verträgt er zwar nicht so gut, bei Zimmerlautstärke macht er seine Sache aber sehr ordentlich.

JBL Charge

Mit seinen Maßen von etwa 17 x 6 Zentimetern hat der JBL Charge etwa das Format einer 0,5-Liter-Getränkedose. Damit der kreisrunde Speaker aber nicht durch die Gegend rollt, befinden sich zwei Füße an seiner Unterseite, die mit ihrer Gummierung einen sicheren Stand garantieren. Mit Ausnahme des Lautsprechergitters, das aus Aluminium gefertigt ist, besteht der JBL Charge aus hartem, stabilem Kunststoff und ist hervorragend verarbeitet. Er kann liegend oder hochkant betrieben werden und ist in 5 Farbvarianten erhältlich: grün, blau, grau, schwarz (JBL Charge Stealth) sowie in schwarz mit Chromabsetzungen (JBL Charge Shadow).

Das Design des JBL Charge

Mobilität

In die Jacken- oder Hosentasche stecken lässt sich der JBL Charge zwar nicht, aber mit seinem Gewicht von rund 450 Gramm ist er dennoch durchaus dazu geeignet, mit nach Draußen genommen zu werden. Stöße machen ihm nichts aus, er verkraftet es sogar, wenn er einmal vom Tisch fällt und dabei hart landet. Für einen sicheren Transport sorgt eine kleine Tasche, die aus widerstandsfähigem Neopren besteht und dem JBL Charge beiliegt.

Der eingebaute Akku des JBL ist über das mitgelieferte USB-Kabel und einen Steckdosenadapter in rund 3,5 Stunden voll aufgeladen und sorgt für eine Spielzeit von mehr als 12 Stunden – unter den Boxen für unter 200 Euro läuft nur die Jawbone Jambox mit rund 15 Stunden länger. Der Bluetooth-Speaker von JBL heißt nicht umsonst Charge: er bietet als einziger Speaker diese Preisklasse die Möglichkeit, an seiner USB-Buchse ein Smartphone aufzuladen.

Über einen USB-Anschluss lässt sich ein Smartphone aufladen

Anschlüsse und Verbindungen

Wie alle Bluetooth-Speaker verfügt auch der JBL Charge über einen Line-In-Eingang zum kabelgebundenen Verbinden von Box und Wiedergabegerät. Kabellos hingegen funktioniert die Verbindung von Speaker und Smartphone über Bluetooth. Nach dem Einschalten befindet sich der Speaker nicht automatisch im Pairing-Modus, dieser muss erst durch längeres Drücken der Power-Taste aktiviert werden. Erst dann findet das Smartphone den Speaker und kann sich mit ihm verbinden. Leider muss dieser Vorgang stets aufs Neue wiederholt werden: wird die Bluetooth-Verbindung gekappt und anschließend wieder hergestellt, finden Smartphone und Speaker nicht von alleine wieder zueinander. Vergleichbare Boxen wie die Jabra Solemate oder der SoundLink Mini von Bose machen dies automatisch.

Auch der Wechsel von Bluetooth- zu Kabelbetrieb funktioniert nicht reibungslos. Wird Musik über ein Smartphone gestreamt und dann eine andere Audioquelle über ein Audiokabel mit dem Speaker verbunden, spielt dieser den Sound von beiden Quellen gleichzeitig ab. Das ist äußerst nervig, zumal auch Speaker, die weit günstiger sind als der JBL Charge, diese Probleme nicht kennen. Über den Nahfunkstandard NFC (Near Field Communication), der ein automatisiertes Verbinden via Bluetooth ermöglicht, verfügt der JBL Charge, anders als etwa der UE Boom, nicht. Die Reichweite der Bluetooth-Verbindung liegt bei maximal 15 Metern, das ist okay, aber der UE Boom und die Jabra Solemate schaffen hier locker die doppelten Werte.

Die Bedienelemente des JBL Charge

Bedienung

Was Einstell- und Bedienmöglichkeiten angeht, gibt sich die Bluetooth-Box von JBL spartanisch. Einschalten, Lautstärke regeln, ausschalten – das war’s auch schon. Die Lautstärke lässt sich stufenlos einstellen, reagiert aber etwas träge. Das Gerät merkt sich auch nach dem Ausschalten die zuletzt eingestellte Lautstärke –aber leider steuert die Lautstärkeregelung auch die Lautstärke der Signaltöne, so dass die Box ihren Nutzer beim Einschalten mitunter mit einem ohrenbetäubenden Piepsen erschreckt, wenn zuvor bei hoher Lautstärke Musik gehört wurde.

Der JBL Charge bietet keine Möglichkeit, die Wiedergabe am Smartphone zu steuern. Anders als die meisten Bluetooth-Boxen dieser Größe und Preisklasse – vom SoundLink Mini einmal abgesehen -, kann der JBL Charge auch nicht als Freisprecheinrichtung genutzt werden.

Der Soundausgang des JBL Charge

Klangqualität

Hohe und mittlere Töne verlassen den JBL Charge über zwei 41-Millimeter-Membranen an der Frontseite des Speakers, die Bassreflexöffnung, die für tiefe Töne sorgt, ist seitlich angebracht – Bässe müssen schließlich nicht direkt auf den Hörer ausgerichtet abstrahlen. Die Klangqualität des JBL Charge ist dabei gut, in allen Frequenzbereichen macht der Speaker seine Sache recht ordentlich. Höhen werden klar und deutlich dargestellt, die Bässe hingegen könnten etwas kräftiger sein – solide Tiefen wie der SoundLink Mini von Bose erreicht der JBL Charge nicht.

Das Grundrauschen, das viele Boxen im Bluetooth-Modus verströmen, ist beim JBL Charge nur minimal zu hören und stört kaum, so dass auch leise Passagen genossen werden können. Der Speaker erreicht andererseits auch ein sehr hohes Lautstärkeniveau, ohne dabei zu übersteuern oder zu verzerren – dafür sorgt nicht zuletzt der hervorragende eingebaute Verstärker. Damit ist er neben dem SoundLink Mini und dem UE Boom einer der wenigen wirklich partytauglichen Speaker für unter 200 Euro.

Die Größe des JBL Speaker im Vergleich

Unser Fazit

Der JBL Charge macht es einem nicht leicht, ihn zu mögen: Keine Freisprecheinrichtung, keine Möglichkeit, auf die Wiedergabefunktionen des Smartphones zuzugreifen, dazu noch eine durchaus umständliche Bluetooth-Kopplung  - das alles hätte besser gelöst werden können. Punkten kann der Speaker hingegen mit seiner robusten Verarbeitung und seinem Outdoor-tauglichen Design sowie der Möglichkeit, ein Smartphone zu laden. Vor allem ist es aber der solide Sound, der und überzeugt hat: gute Bässe, klare Höhen, und das auch noch bei hohen Lautstärken.