Genau zwei Jahre ist es her, seit JBL den Charge auf dem deutschen Markt einführte. Damit war er der erste Bluetooth Lautsprecher, der über eine USB-Buchse zum Laden von externen Geräten wie z.B. Smartphones oder Tablets verfügte. Im Test konnte mich die Klangqualität des ersten Modells nicht so ganz überzeugen, waren die Bässe doch sehr schwachbrüstig und die Bedienung mit nervigen Piepstönen gespickt. Die Maximallautstärke war zwar beeindruckend, doch der Klang strömte nur aus der einen Seite des Lautsprechers und der Höhenbereich war zu betont. Nun soll eine zweite Version die Nachfolge antreten. Im Gegensatz zum ersten Modell soll der JBL Charge 2 mit kräftigeren Bässen und zahlreichen neuen Funktionen punkten. Ich habe mir das Gerät einmal aus der Nähe angesehen und über mehrere Tage hinweg hinsichtlich Klangqualität, Akkulaufzeit, Bedienoberfläche und Reichweite geprüft.

Ersteindruck

Sah die alte Version des JBL Charge noch sehr verspielt und billig aus, macht der JBL Charge 2 einen weitaus hochwertigeren Eindruck.

JBL Charge I vs JBL Charge 2

Das liegt neben den verwendeten Materialien vor allem an den eindrucksvollen Seitenöffnungen, die die Lautsprechermembranen in voller Pracht präsentieren. Beim Musikhören beginnen diese effektvoll zu vibrieren. Die Öffnungen sind deutlich größer als vorher – und im Vergleich zum kleinen Bruder auf beiden Seiten vertreten.

Der Charge 2 war bereits kein Winzling, und so ist auch der Charge 2 deutlich größer als die Konkurrenten SoundLink Mini und UE Boom. Der Sony SRS-X3 hat in etwa das gleiche Volumen. Als Outdoor-Lautsprecher kann der Charge 2 nur bedingt dienen, denn er ist weder spritzwassergeschützt noch liegt ihm – anders als beim Vorgängermodell – eine Schutzhülle bei. Das finde ich ein wenig ärgerlich, denn besonders beim Transport im Rucksack oder der Sporttasche sind die seitlichen Passivradiotoren schutzlos harten Gegenständen ausgesetzt. Ein Lautsprechergitter hätte hier wirklich nicht geschadet, sind die kleinen Bluetooth Boxen doch für den portablen Einsatz gedacht. An der Unterseite befindet sich eine gummierte Fläche, die für stabilen Stand sorgen soll. In der Praxis rollt der Charge 2 auf unregelmäßigen Untergründen jedoch häufig zur Seite.

Neben dem Lautsprecher sind im Lieferumfang ein Micro-USB-Kabel, USB-Adapter sowie eine Kurzanleitung enthalten.

Klangqualität

Nun aber zum wichtigsten Thema – dem Klang. Beim ersten Hören wird klar, dass der Charge 2 mit dem Vorgänger kaum etwas gemeinsam hat. Er klingt deutlich erwachsener. Der Sound ist voller, natürlicher und bassreicher. Der ebenfalls getestete Flip II mit seinen überbetonten Höhen kann hier nicht mithalten. Der untere Frequenzbereich des Charge 2 ist beeindruckend und kann auch größere, deutlich teurere Modelle in ihre Schranken weisen. Die Bässe sind nicht so überdominant wie die des SoundLink Mini und überspielen die Mitten nicht. Die tiefen Töne steigen zwar nicht ganz so weit hinab wie bei Bose, sind jedoch kraftvoller als bei der gesamten Konkurrenz in dieser Preisklasse.

JBL Charge 2 Vergleich mit Bose, Denon etc.

Auch die Klarheit der Höhen und Mitten ist beeindruckend. Der Klang ist präzise, offen und weiträumig. Der leicht dumpf klingende Bose SoundLink Colour kann es hiermit nicht aufnehmen. Bei Hörbuch Titeln hat man das Gefühl, als stünde der Sprecher direkt im Raum. Insgesamt bevorzuge ich den Klang des Charge 2 dem des SoundLink Mini. Waren die unteren Lautstärkeabstufungen etwas grob eingestellt (es waren nur 13 an der Zahl), so wurde dies bereits wenige Monate nach Einführung durch ein Update verbessert. Nun kann man die Lautstärke für leise Hintergrundmusik problemlos feinjustieren und die Lautstärke wird auf den unteren Leveln nur minimal lauter, auf den oberen Stufen dann grober.

Die Maximallautstärke des JBL Charge 2 kann ebenfalls überzeugen. Er tönt in etwa so laut wie der SoundLink Colour von Bose und spielt den SoundLink Mini damit locker an die Wand. Das reicht locker für’s Filmschauen oder die Feier im kleinen Rahmen auf der Terasse. Dabei sind die Bässe noch erstaunlich kräftig und neigen nur minimal zu Verzerrungen. Auch lobenswert umgesetzt: Die Lautstärke wird mit dem jeweiligen Zuspieler synchronisiert.

Die Maximallautstärke des JBL Charge 2 kann ebenfalls überzeugen. Er tönt in etwa so laut wie der SoundLink Colour von Bose und spielt den SoundLink Mini damit locker an die Wand. Das reicht locker für’s Filmschauen oder die Feier im kleinen Rahmen auf der Terasse. Dabei sind die Bässe noch erstaunlich kräftig und neigen nur minimal zu Verzerrungen. Auch lobenswert umgesetzt: Die Lautstärke wird mit dem jeweiligen Zuspieler synchronisiert.