Klein soll ein Bluetooth-Speaker sein. Schließlich will man das Teil auch mal mit nach draußen nehmen und dafür schnell in die Jackentasche stecken können. Guten Sound soll ein Speaker aber auch bieten. Eigentlich schließt sich das aus, guter Sound und kompakter Größe. Der winzige JBL Go will dennoch trotz kompakter Maße einen ordentlichen Klang bieten. Und das, obwohl der Speaker den Geldbeutel mit lediglich 29,90 Euro (UVP) belastet. Ob diese Gleichung aufgeht?
Erst Anfang März hatte Harman auf dem Mobile World Congress in Barcelona den JBL Go vorgestellt. Die Mobilfunkmesse war genau der richtige Ort, um den Speaker zu präsentieren. Denn aufgrund sehr kompakter Maße von lediglich rund 7 x 8 x3 Zentimetern (Breite x Höhe x Tiefe) ist er kaum größer als so manches Smartphone. Die perfekte Ergänzung also, um den Handy-Sound auch unterwegs klanglich zu unterstützen. Und damit für jeden Smartphone-Typ auch der richtige Speaker erhältlich ist, gibt es den JBL Go in gleich acht Farben: Rot, Orange, Pink, Grau, Blau, Gelb, Schwarz und Türkis.
Akkuleistung: höchstens befriedigend
Mit dem Smartphone wird der JBL Go kabellos über Bluetooth gekoppelt, zum manuellen Verbinden mit einem Wiedergabegerät verfügt er über einen 3,5mm-Audioeingang. Den Nahfunkstandard NFC unterstützt der Speaker nicht – bei einem Gerät dieser Größe und Preisklasse ist das aber auch nicht verwunderlich. Über das beiliegende Mikro-USB-Kabel wird der JBL Go geladen. Eine Ladung soll für fünf Stunden Musikgenuss sorgen. Viel ist das nicht, aber auch hier ist diese eher schwache Leistung der ultrakompakten Bauweise des Speakers geschuldet.
Pluspunkt: Freisprechfunktion mit Geräuschunterdrückung
Auch der Sound des Go dürfte seiner Größe entsprechend eher schwachbrüstig ausfallen. Hersteller Harman bezeichnet den Klang zwar als „hochwertig“, die Erfahrung lehrt aber: Vor allem Bass braucht ordentlich Volumen, um sich entfalten zu können. Starke Tieftöne sollte man sich vom Go also eher nicht erwarten.
Viele Funktionen bietet der JBL Go ebenfalls nicht. So lässt sich zwar die Lautstärke über zwei Tasten an der Oberseite der Box regeln – Wiedergabefunktionen wie Play/Pause und Vor/Zurück können aber nicht an der Box gesteuert werden. Immerhin aber besitzt der Go eine Freisprechfunktion, der JBL sogar eine Geräuschunterdrückung spendiert hat. Diese soll die Sprachqualität beim Telefonieren erhöhen.
Mit einer UVP von knapp 30 Euro (der wirkliche Preis beim Händler dürfte noch etwas darunter liegen) zählt der JBL Go zu den günstigsten Bluetooth-Speakern auf dem Markt. Da müssen natürlich Abstriche bei der Ausstattung hingenommen werden. Und auch klangtechnisch kann der Go sicherlich nicht mit größeren und teureren Boxen mithalten. Dafür will mit seiner ultrakompakten Größe punkten – und die ist bei Geräten, die man auch mal mitnehmen will, schließlich nicht ganz unwichtig. Erhältlich ist der JBL Go voraussichtlich ab dem 20. April.

Musikwiedergabe lässt sich bei Apple Devices über die Anruftaste steuern (start/stop/vor/zurück)